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Brief des Scheikh Djengizkhan Hasso an Mr. Präsident Georg W. Bush anlässlich der Bildung eines Regierungsrates nach der Befreiung des Irak ohne Beteiligung der Êzîdî.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

 

wir (die Ezidi) haben uns über die Befreiung Iraks sehr gefreut und das ist auch Ihnen nicht verborgen geblieben. Wir haben seit der Befreiung des Iraks unser Anteil an Aufbau von guten Beziehungen zwischen den Befreiern und der Bevölkerung Iraks überdurchschnittlich geleistet. Wir haben nicht nur anfangs die Soldaten der alliierten Streitkräfte zu uns eingeladen und sie beherbergt, vielmehr waren und sind wir insbesondere in unserer Region, die jenigen welche am meisten mit den Alliierten zusammenarbeiten trotz Drohungen und Anfeindungen.

 

Herr Präsident,

die Ezidis (Yezidi) haben in den letzten Jahrhunderten sehr viel an Diskriminierung, Unterdruckung, Pogrome und Ausrottungsversuche erlitten, insbesondere seitens der Nachbarn. Die Ezidis sind zuletzt unter Saddam Hussein als „normale“ irakische Bürger Unterdruckt worden, sie wurden als Kurden unterdruckt und diskriminiert und wurden als Ezidi unterdruckt diskriminiert und verfolgt. Daher kommt es auch, dass selbst ihre Intellektuelle fast lautlos sind oder sich lediglich im Rahmen der bestehenden nicht -ezidischen Organisation betätigen. Dieser Schritt ist einerseits bedingt durch die traurige ezidische Geschichte und die daraus resultierenden psychologischen Folgen andrerseits durch die Tatsache dass die Region keine demokratische Tradition besitzt und die aktuelle Umwelt auch solche nicht aufweist.

 

Herr Präsident,

es wurde nach der Befreiung des Irak der Regierungsrat  gebildet ohne Beteiligung der Ezidis. Wir wandten uns an regionale Vertreter der Zivilverwaltung in Mosul und auch später in Bagdad und hofften dadurch in der Zukunft nicht unbeteiligt zu bleiben. Leider wurde die jetztige Regierung bestehend aus 29 Mitglieder gebildet auch ohne nennenswerte (Mit Ausnahme eines Staatsministers)  ezidische  Beteiligung. Selbst wenn es nur nach dem Bevölkerungsanteil gehen soll bilden die Ezidi mit ihrer nahe zu eine Million Bevölkerung mehr als 1/29 der Bevölkerung Iraks. Abgesehen davon, dass ein demokratisches System die Minderheiten als erste Schutz gewähren muss, da bekanntlich die Mehrheit sich selbst schützen kann. Die ezidische Minderheit mit ihrer Geschichte ist dringend auf demokratische Kräfte und Verhältnisse angewiesen, da diese großes Interesse daran hat, dass demokratische Verhältnisse in der Region installiert werden.

Die Ezidi können mehr als andere eine Basis für einen demokratischen Keim für demokratische Gesellschaft in den Nahenosten werden.

 

Herr Präsident,

ich wende mich mit der Bitte an Sie und an das amerikanische Volk die Ezidi zu unterstutzen und darauf zu wirken, dass sie an allen demokratischen Institutionen in Irak beteiligt werden. Dem Brief wird eine Anlage mit einigen Vorschlägen zur Handhabung des Problems beigefügt. Dies ist der einzige Garant für weitgehende Sicherstellung des Schutzes der Ezidi vor zukünftigen Unterdruckungen und Diskriminierungen. Es ist genauso ein Garant für Aufbau von demokratischen Strukturen im Irak und der Region.

 

Hochachtungsvoll

Djengizkhan Hasso

 

 

 

 

 







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